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Rotes Kreuz in Dresden übernimmt Liga-Vorsitz

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Dresden hat einen neuen Vorsitz: Für die kommenden zwei Jahre übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Leitung des Zusammenschlusses der großen Wohlfahrtsverbände in der Landeshauptstadt.

Johannes Richter, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Dresden e.V., übernahm den symbolischen Staffelstab von Sven Marschel, Geschäftsführer der Diakonie Dresden.

Die in der Liga organisierten Verbände gestalten die soziale Infrastruktur Dresdens maßgeblich mit. Sie engagieren sich unter anderem für Kinder und Jugendliche, Familien, ältere Menschen sowie Menschen in schwierigen Lebenslagen.
„Vielen Dank für die engagierte und ausdauernde Arbeit für die Dresdnerinnen und Dresdner“, sagte Johannes Richter bei der Übergabe des Vorsitzes. Mit Blick auf die kommenden Jahre betonte er die Herausforderungen für die soziale Arbeit: „Die drohenden Kürzungen im sozialen Bereich aufgrund des Haushaltsdefizits gefährden zahlreiche Angebote. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, diese wichtige Unterstützung für die Menschen in Dresden zu sichern.“

Neben dem DRK gehören der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Dresden die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Caritas sowie der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden an.
Der Zusammenschluss versteht sich als starke sozialpolitische Stimme in Dresden. Ziel ist es, soziale Teilhabe zu stärken, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.

Die Freie Wohlfahrtspflege übernimmt dabei eine besondere Rolle im deutschen Sozialstaat. Nach dem sogenannten Subsidiaritätsprinzip werden viele soziale Angebote nicht unmittelbar von Staat oder Kommunen betrieben, sondern von freien Trägern umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen, Angebote für ältere Menschen oder Hilfen für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Die Wohlfahrtsverbände bringen dabei ihre fachliche Erfahrung und die Nähe zu den Menschen ein und übernehmen im Auftrag der öffentlichen Hand wichtige soziale Dienstleistungen. In Dresden arbeiten rund 8.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen.

Über das Deutsche Rote Kreuz in Dresden
Der DRK-Kreisverband Dresden e.V. beschäftigt rund 850 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Pflege, Rettungsdienst sowie in der Ersten Hilfe. Hinzu kommen mehr als 1.400 freiwillige Mitglieder. Das DRK ist Teil der größten humanitären Bewegung der Welt und handelt nach den sieben Rotkreuz-Grundsätzen: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Das Rote Kreuz hilft Menschen allein nach dem Maß der Not unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung.

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