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Gut aufgestellt: DRK-Retter bekommen mehr Geld - Dennoch: ver.di macht mobil

Trotz der erst kürzlich positiv zu Ende gegangen Tarifverhandlungen zwischen dem Deutschen Roten Kreuz in Sachsen und der Gewerkschaft DHV hat die Gewerkschaft ver.di die Mitarbeiter des DRK Rettungsdienstes in Dresden zum Streik aufgefordert.

Infolge der Arbeitsniederlegung waren am 23.05.2017 nur 5 von 22 Krankentransportwagen im Einsatz. Mit dieser Aktion möchte ver.di gewerkschaftlichen Einfluss innerhalb der Hilfsorganisation erlangen.

Das Deutsche Rote Kreuz ist tarifgebundenes Mitglied des Arbeitgeberverbandes der Wohlfahrts- und Gesundheitsdienste e.V.

Nach mehreren Verhandlungsrunden verständigten sich die Tarifpartner, DRK und DHV, auf folgende Eckpunkte. Diese müssen nun noch am 31.05. durch die Verbandsgremien bestätigt werden.

  1. Die Beschäftigten im Rettungsdienst erhalten innerhalb der kommenden drei Jahre 10,3 % mehr Geld.
  2. Alle Beschäftigten erhalten mehr Urlaub (29 bzw. 30 Arbeitstage).
  3. Die Arbeitsmarktzulage wird fortgeführt. Damit reagiert das DRK als  Arbeitgeber auf den zunehmenden Fachkräftemangel.

Weiterhin wurde das Ende der 48 Stunden Woche im Rettungsdienst vereinbart! Konkret sinkt, bei Vorliegen von täglich durchschnittlich drei Stunden Arbeitsbereitschaft, die Arbeitszeit ab 2019 auf 47 Wochenstunden und ab 2020 auf 46 Wochenstunden. Bei Vorliegen von täglich durchschnittlich zwei Stunden Arbeitsbereitschaft sinkt die Arbeitszeit ab 2019 auf 44 Wochenstunden.

Beim Rettungsdienst in Dresden gibt es die 44-Stunden Woche schon seit 2015.

Vor dem Hintergrund der Tarifeinigung für die Mitarbeiter, sind die Forderungen von ver.di für das Deutsche Rote Kreuz nicht nachvollziehbar.

Ver.di fordert den DRK-Reformtarifvertrag. Dieser gilt in keinem der neuen Bundesländer und in nur wenigen alten Bundesländern. Es gibt DRK-Landesverbände, die den Rettungsdienst quasi als staatliche Regelbeauftragung erhalten. Leisten kann sich diesen Reformtarifvertrag infolgedessen nur derjenige, der sich nie einer Rettungsdienstausschreibung wie in Sachsen  stellen musste und muss.

Auch beruht das von ver.di oft ins Feld geführte Personalproblem nicht auf den angeblich schlechten tariflichen Bedingungen. Vielmehr ist es die Einführung des neuen Berufsbildes "Notfallsanitäter", das sachsenweit einen Fachkräftemangel im Rettungsdienst verursacht hat. Seit nunmehr fast zweieinhalb Jahren sind keine qualifizierten Fachkräfte für die Notfallrettung nachgewachsen. Die Folge: der Arbeitsmarkt ist in diesem Segment wie leergefegt. Diese Situation löst sich nicht über die Gewerkschaft ver.di. An dieser Stelle müssen die dafür verantwortlichen politischen Stellen nachbessern.

18.05.2017 (Allgemeines, DRK Altenpflegeheim Pieschen, DRK Pflege- und Seniorenheim "Clara Zetkin", Presse, Top Thema)